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Feuerwehr Wasserburg/Bayern - AUSBILDUNGSTAG BEI ERHA-TEC!

 

Bericht einer begeisterten Teilnehmerin

 

Am frühen Morgen des 06. Dezembers anno 2008 machten sich fünf unerschrockene Männer der Feuerwehr Wasserburg, eine unerschrockene wasserburger Feuerwehrfrau und ein ebenso unerschrockener Kamerad der Feuerwehr Lindenberg nach Breithülen auf. Neben diesem kleinen Ort nahe Münsingen, auf einem alten Militärgelände, während der Besatzungszeit bewohnt von den Franzosen, steht die Brandsimulationsanlagen von ERHA-TEC.

 

Kaum angekommen, und nach einer kurzen Einweisung, ging es dann auch schon in den Container zum ersten Durchgang. Brandverlauf und Rauchgasentwicklung, Wärmegewöhnung inklusive. Die Teilnehmer sitzen links und rechts an den Wänden des Containers, vorn in einem separaten Brennraum knistert fröhlich ein kleines Holzfeuer. Auf ein Kommando des Ausbilders werden alle Türen des Containers geschlossen, er selbst schließt die Tür zum Brennraum. Man sitzt in Dunkeln. Das Knistern wird leiser und dicker Rauch tritt unheilvoll aus den Ritzen der Tür hervor. Das wenige, was man noch erkennen konnte versinkt langsam aber sicher in einer schwarzen Rauchschicht, die sich gemächlich von der Decke her absenkt. Die Tür zum Brennraum wird geöffnet. Zuerst passiert gar nichts. Dann plötzlich entzünden sich die Rauchgase. Eine Walze aus Feuer rollt nur wenige Zentimeter über unseren Köpfen hinweg. Die Flammen ein Spiel aus Form und Farbe. Tanzende Engel. Trotz Schutzkleidung spürt man die Druckwelle und die Hitze, die sie mit sich bring, und kann doch nur erahnen, welche immense Gefahr von so einer Durchzündung ausgeht.

 

Diesen ersten atemberaubenden Eindrücken folgte ein kurzes Strahlrohrtraining außerhalb des Containers. Handhabung und Löschtechniken wurden noch einmal aufgefrischt um eine sichere Strahlrohrführung für das zu gewährleisten, was als nächstes auf uns zukam.

 

Der zweite Durchgang wurde gestartet. Die Türen geschlossen. Die Rauchschicht senkt sich ab. Ein Teilnehmer sitzt mit einem Strahlrohr vor der Tür zum Brennraum und hat nur eine Aufgabe. Verhindere die Durchzündung. Die Fehlerquote bei einer vermeintlich so leichten Anweisung, wie „Lösche Feuer mit Wasser“, ist enorm hoch. Zuwenig Wasser, die Gase zünden. Zuviel Wasser und es entsteht Wasserdampf welcher die Temperaturen rasch ansteigen lässt und einen unter Umständen zum Rückzug zwingt. Ein Drahtseilakt, für den es keine Patentlösung gibt, da kein Feuer dem anderen gleicht.

 

Nach der Mittagspause, der dritte Durchgang. Im Wesentlichen glich dieser dem vorrausgegangenen. Die zweite Hälfte der sechzehn Teilnehmer durften das Strahlrohr bedienen, und mit zunehmendem Wasserdampf wurde auch den Letzten klar, wo genau die Schwächen seiner/ihrer persönlichen Schutzausrüstung liegen. Nasse Kleidung, undichte Masken und vieles mehr, konnte einem schnell zum Verhängnis werden. Im Einsatz können solche Fälle schnell zu einem großen Problem werden, da man nicht so wie hier den Container sofort verlassen kann.

 

Die Stunden vergingen wie im Flug und wir arbeiteten auf den Höhepunkt hin. Den vierten Durchgang mit Türöffnungsprozedur, betreten eines Brandraumes und situationsbedingtes Handeln. Vorab gab es eine Vorführung der Ausbilder, wie man richtig vorgeht und danach wurden wir truppweise auf den Container losgelassen. Im inneren herrschen höllenähnlich Bedingungen. Es ist heiß und dunkel, dicker schwarzer Rauch. Am anderen Ende das alles verzehrende Feuer. Während man sich noch etwas zaghaft an die Flammen herantastet und krampfhaft versucht Entfernungen einzuschätzen wird es immer ungemütlicher. Plötzlich passiert alles sehr schnell und fast gleichzeitig. Man versucht gerade noch den Brand einzudämmen, um die Tür zum Brandraum zu schließen, danach eine Abluftöffnung zu schaffen, über die man die Brandgase abführen kann, als sich in der Zwischenzeit wieder neue Gase bilden und sich zu entzünden drohen. Und hinter der Tür wartet geduldig das Feuer. Zwei Mann/Frau mit einem Strahlrohr gegen ein Inferno. Dann der ersehnte Befehl „Rückzug“. So mancher musste sich im nachhinein eingestehen, dass Schweißausbrüche kurzzeitig nicht allein auf die Hitze zurückzuführen waren.

 

Schlussendlich bleibt mir nur zu sagen, es war ein gigantischer Tag voller neuer Erfahrungen. Wir haben viel gelernt und können zuhause viel erzählen. Die Jungs von ERHA-TEC machen einen richtig guten Job. Die Betreuung und auch die Bewirtung waren erstklassig. Der Tag hat sich mehr als gelohnt und ist auf jeden Fall sehr zu Empfehlen.

 

Miriam Hohenstein

 

P.S. Auch wenn mir heute, am Tag danach, noch so ziemlich alles weh tut, 

       wäre ich jeder Zeit wieder dabei.

 

 




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Feuerwehr Dossenheim, Deutschland

 

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